Generalratssitzung vom 21. September 2026
Die GRÜNEN freuen sich, dass ihr Vorschlag zur Einführung von Transparenz bei der Finanzierung des politischen Lebens von einer breiten Mehrheit des Generalrats angenommen wurde. «Die gewählten Vertreterinnen und Vertreter haben die Pflicht, sich des Vertrauens würdig zu erweisen, das die Bürgerinnen und Bürger in sie gesetzt haben. Die Transparenz bei der Finanzierung der kommunalen Politik trägt somit dazu bei, das Vertrauen in unsere Institutionen zu stärken», erklärte François Yerly-Brault, einer der Mitverfasser dieses Vorschlags.
Dieser hat zudem erfolgreich einen weiteren Vorschlag verteidigt, der zusammen mit gewählten Vertreterinnen und Vertretern der SP, der ML und von DAS·WAS eingereicht wurde und eine Erhöhung des Liegenschaftssteuersatzes um 0,15 Promille vorsieht: «Es handelt sich um eine Massnahme der Steuergerechtigkeit, einen angemessenen Beitrag zu den zahlreichen Investitionen der Stadt Freiburg, die zur stetigen Wertsteigerung der Liegenschaften auf dem Immobilienmarkt beitragen», argumentierte der grüne Generalrat.
Am Tag nach der Kundgebung «Pas d’été à 50°C» (Kein Sommer mit 50 Grad), die rund 2000 Personen in der Stadt Freiburg versammelte, stand der Hitzesommer 2026 ebenfalls im Zentrum der Diskussionen an der Sitzung des Generalrats. Josée Cattin Kuster, Co-Präsidentin der Fraktion, erinnerte an den von den GRÜNEN vorgeschlagenen Hitzeplan, der ein Massnahmenpaket zur Abkühlung von Städten und Agglomerationen vorsieht. Die Generalrätin Valentine Mauron ihrerseits befragte den Gemeinderat dazu, inwiefern die Forderungen der Klimabewegung sowie der am Vortag eingereichten Petition – die unter anderem von einem grünen Politiker getragen wird – berücksichtigt würden. Sie fragte, ob der Klimanotstand zur absoluten politischen Priorität erhoben werde, auch bei budgetären und wirtschaftlichen Entscheidungen.
Schliesslich hatte der Gemeinderat, im Anschluss an einen im Dezember letzten Jahres im Rahmen des Budgets 2026 angenommenen Änderungsantrag der GRÜNEN, die Anschaffung eines elektrisch betriebenen Kranwagens vorgesehen. Die entsprechende Botschaft wurde nun zurückgezogen. Die Fraktion der GRÜNEN drückte durch die Generalrätin Valentine Mauron ihren Unmut über die Ernsthaftigkeit der eingereichten Botschaft aus: «Der Generalrat ist keine reine Abnickinstanz», betonte sie.